ETG Au
... meine Kirche ...


Tobias Mani, Elsbeth Swoboda, David Mani, Antje Leuthold, Ste Kehl, Fredy Mani  (v.l.n.r.)

 

Das Leitungsgremium der ETG Au besteht aus 6 Personen.

Als 4-Generationengemeinde legen wir Wert auf die Zusammenarbeiten der unterschiedlichen Generationen. Nicht nur ein Altersspektrum von ca. 30 bis 65 Jahren ist im Leitungsgremium vertreten, sondern auch verschiedene Begabungen und eine bunte Durchmischung beruflicher Hintergründe.

Unser Ziel ist es, die verschiedenen Bereiche der ETG Au zu koordinieren und Gottes Führung für die Gemeinde zu erkennen.

Daneben gibt es einen Vereinsvorstand. Dieser ist für das Alters- und Pflegeheim sowie für die vereinsrechtlichen Belange der Kirche zuständig.

Wir sind eine evangelische Freikirche

In der Schweiz gibt es über tausend evangelische Freikirchen. Das sind christliche Gemeinden, die vom Staat unabhängig sind und keine Steuern erheben. Es gibt wohl mehr als 30 verschiedene Sorten, die sich zwar – wie die evangelisch-reformierte Landeskirche – alle gemeinsam auf die Reformation berufen, sich aber durch ihre Geschichte und verschiedene Eigenarten unterscheiden. Unsere Kirche, die Evangelische Täufer-Gemeinde Au, kurz ETG Au, ist eine von diesen.

Die meisten Freikirchen gehören zu einem Bund. Das gilt auch für unsere ETG. Sie gehört zum Bund Evangelischer Täufergemeinden. Die verschiedenen freikirchlichen Bünde gehören wiederum zu einem grossen Verband, dem Verband evangelischer Freikirchen und Gemeinden (VFG). Zudem ist die ETG Au Mitglied der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA), einer Bewegung unter allen evangelischen Kirchen. – Kompliziert? Nicht wirklich. Stell dir die ETG Au einfach als einen Verein, als eine freie Gruppe von Christen vor, die lose mit andern Kirchen verbunden sind.

Wir sind eine aufgestellte Kirche

Unser Gebäude sieht anders aus als eine gewöhnliche Kirche – kein Turm, keine Turmuhr, keine Glocken. Wir investieren nicht in Denkmalpflege, sondern in Menschen. Jeden Sonntag feiern wir einen fröhlichen Gottesdienst für die Erwachsenen und einem Abentüürland für die Kinder. Wir haben keinen Pfarrer, bei uns predigen ganz gewöhnliche Menschen, die aus ihrem Leben erzählen. Zu unseren Gottesdiensten gehört zudem viel Musik. Und nach dem Gottesdienst laden wir an den meisten Sonntagen zu einem gemeinsamen Mittagessen ein. Wir erleben unsere Kirche als aufgestellte, fröhliche Gemeinschaft.

Wir sind eine freiwillige Kirche

Stell dir vor, keiner muss da jeden Sonntag hin. Die Menschen kommen gerne und von sich aus, freiwillig. Jeder fällt eine eigene Entscheidung, ob er in dieser Kirche sein will oder nicht. Und niemand kommt einfach wegen der Kirche, sondern weil er oder sie an Jesus glaubt oder einfach mehr über den Glauben wissen möchte.

Wir sind eine Kirche für Christus

Die Bibel, das Evangelium von Jesus Christus, ist unsere Grundlage. Jesus von Nazareth hat vor 2000 Jahren das Christentum gegründet. Er kam vom Himmel, lebte ein ziemlich herausforderndes Leben, starb für die Schuld der Menschen – und ist vom Tod auferstanden und lebt. Viele Menschen verstanden ihn nicht. Einige aber doch. Damals und heute.

Jesus hat als faszinierender Mensch im Nahen Osten gelebt, dort wo sich heute Israel befindet. Viele Menschen sind mit ihm herumgezogen und hatten genau zugehört, was er sagte. Sie spürten die Kraft seiner Botschaft. Sie erlebten, wie er ihnen den Frieden mit Gott brachte. Und sie sagten seine Worte weiter.

Seither ist viel geschehen. Millionen Menschen haben persönlich erlebt, wie die Botschaft von Jesus ihr Leben total umgekrempelt hat – zum Guten hin. Und genau solche Menschen bilden unsere Kirche, unsere Gemeinschaft. Wir wollen seine Nachfolger sein. Jeden Sonntag und manchmal auch unter der Woche hören wir aus der Bibel, wie das geht. Daraus lernen wir.

Wir sind eine Täuferkirche

ETG heisst: Evangelische Täufergemeinde. Den zugegeben ungewohnt klingenden Namen hat unsere Kirche durch ihre Geschichte erhalten. Da begann ein Pfarrer im Aargau vor ungefähr 200 Jahren das Evangelium neu zu entdecken und voll Begeisterung zu predigen. Er überdachte die Sache mit dem Christentum nochmals genau und stellte fest, dass zwischen der damaligen Kirchenpraxis und dem, was in der Bibel steht, ein Unterschied bestand. Zum Beispiel beim Thema Taufe. Er wollte die kleinen Kinder nicht mehr taufen, weil die ja gar nicht verstehen, was mit ihnen geschieht. Nur Menschen, halt eben meist schon Erwachsene, die sich bewusst für ein Leben mit Jesus entschieden haben, sollten sich auf den Namen von Christus taufen lassen. Das lehrte der Pfarrer, der Samuel Heinrich Fröhlich hiess. Er provozierte damit die traditionelle Landeskirche und musste sie sogar verlassen. So entstanden unsere Täufergemeinden. Und so wird auch heute noch in unserer Kirche gelehrt und werden Erwachsene getauft. Dennoch braucht niemand Angst vor uns zu haben. Wir sind eine offene Kirche. Jedermann ist willkommen und darf zu uns kommen, ob er als Kind oder als Erwachsener getauft ist.

Wir sind eine Familienkirche

Christliche Gemeinde ist Familie. Das verstehen wir auf zwei Arten:

Zuerst und vor allem sind Menschen, die gemeinsam an Jesus glauben, einander nahe wie Geschwister in einer Familie. Deshalb kennen wir uns gut und haben einander gern.

Wir sagen uns alle Du. Teilen ein Stück unseres Lebens miteinander. Wir singen zusammen, essen zusammen und weinen auch mal zusammen, wenn uns danach ist. Jeder und jede ist angenommen und darf zu dieser Familie gehören. Niemand muss draussen bleiben.

Unsere Kirche will aber auch familienfreundlich sein. Mehrere Generationen sollen sich unter dem gleichen Dach wohl fühlen können: Kinder, Jugendliche, junge Familien, Singles und ältere Leute.

Beides ist bisweilen auch eine rechte Herausforderung. Das Evangelium von Jesus ist jedoch so befreiend und hat solche Kraft, dass wir das mit seiner Hilfe schaffen wollen. Machst du mit? Willst du nicht auch Teil der ETG-Familie werden?

Wir sind eine Kirche mit eigenem Altersheim

Eine Generationen übergreifende Gemeinschaft fühlt sich auch für ihre Betagten verantwortlich. Schon seit 1893 gehört zu unserer Kirche ein eigenes Altersheim. Das Alters- und Pflegeheim Au (APHA) befindet sich gleich neben dem Gemeinschaftshaus. Es bietet 20 pflegebedürftigen Menschen Platz. Zwischen der Gemeinde und dem APHA bestehen vielfältige Beziehungen.